Samstag, 28. Juni 2014

Lange Darlehenslaufzeiten – flexibler als gedacht

Der Abschluss eines Darlehensvertrags für eine Baufinanzierung mit einer Bank oder Versicherung ist für beide Seiten verbindlich. Das heißt nicht nur, dass alle Ratenzahlungen pünktlich überwiesen werden müssen, sondern auch, dass der Vertrag nicht vorzeitig gekündigt werden kann. Sollte der Kreditgeber doch einer vorzeitigen Kündigung zustimmen, tut er das in der Regel nicht, ohne vom Kunden eine Entschädigung zu verlangen.

Vorzeitige Darlehenskündigung kostet Geld
Vorfälligkeitsentschädigung“ heißt das Schreckenswort. Da die Bank das vergebene Darlehen langfristig refinanziert hat, darf sie bei vorzeitiger Kündigung laut Rechtsprechung die Differenz zwischen Anlagezins und Kreditzins dem Bauherrn in Rechnung stellen. Wie hoch eine Vorfälligkeitsentschädigung für Ihr Darlehen ist, können Sie mit dem DSL-Bank-Entschädigungsrechner berechnen. Die Höhe einer Vorfälligkeitsentschädigung hängt stark von der Restschuld ab, der verbleibenden Dauer der Sollzinsbindung, den vereinbarten Hypothekenzinsen und dem Sollzinssatz, zu dem die Bank das zurückgezahlte Geld anlegen kann. Alle notwendigen Angaben zur Berechnung finden Sie in Ihrem Darlehensvertrag. Dieser Entschädigungsrechner dient für eine grobe Orientierung. Um konkrete Beträge für seinen persönlichen Darlehensvertrag zu bekommen, ist eine kostenfreie Anfrage bei der finanzierenden Bank am sinnvollsten.

Vertrag nach Ablauf von zehn Jahren immer zum Ende eines Quartals kündbarDennoch macht es beim derzeit extrem niedrigen Zinsniveau Sinn, ein Darlehen mit langer Zinsfestschreibung abzuschließen. Wer sich heute einen Zinssatz von 3 Prozent auf 20 Jahre sichert, kann fast nichts falsch machen. Die monatliche Rate ist kalkulierbar und wer circa 3 Prozent tilgt, ist nach 20 Jahren schuldenfrei. Und das, ohne 20 Jahre lang an den Kreditgeber gebunden zu sein. Was viele Baufinanzierer nicht wissen, nach 10 Jahren der Vollauszahlung des Darlehens kann der Kreditvertrag unter Einhaltung einer 6-monatigen Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden – ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Dieses außerordentliches Kündigungsrecht ist im BGB § 489 Abs. 1 Nr. 3 vom Gesetzgeber für den Schuldner verankert worden.

 
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Dienstag, 10. Juni 2014

Zinskommentar Mai 2014 - Risiken in der Konjunkturerholung - geringer Preisdruck und zu starker Euro

Der April kam mit einem erhöhten Risiko für Anleger und Investoren. Auch im Mai bleibt die Warnung der EZB erhalten und eine Lockerung der Geldpolitik außen vor. Die OECD riet zu einer Lockerung der Geldpolitik, doch zeigt sich die EZB gegen den Hinweis beratungsresistent und hält weiter am historischen Tiefstand des Leitzins von 0,25 Prozent fest. Laut Mario Draghi sei die EZB aber in Alarmbereitschaft und in der Lage, jederzeit auf eine Notwendigkeit zu reagieren und in die Märkte auch mit unkonventionellen Mitteln einzugreifen. Alle Augen richten sich auf die EZB, die in den kommenden Wochen zu einer Handlung tendieren muss.

Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit
Gegenüber dem US Dollar zeigt sich der Euro stark. Wer in Dollar kalkuliert hat den Vorteil, seine Waren günstiger anbieten zu können als Unternehmen, die im Euroraum ansässig sind und demzufolge in Euro kalkulieren. Doch wird die Abwertung des Euro zum Greenback erwartet, da die amerikanische Wirtschaft sich robust entwickelt und deutlich höhere Renditen auf Anleihen präsentiert. Draghi ist nicht unschuldig am Höhenflug des Euro, da er schon vor einiger Zeit den Ankauf von Staatsanleihen und privaten Anleihen in Aussicht stellte und darauf spekulierte, damit den starken Euro und die schwache Inflation zu bekämpfen. Daraus resultierte eine große Hoffnung auf billiges Geld und ließ Anleger nicht selten unbedacht und unüberlegt handeln. Doch Dragi spricht sich nun gegen seine Aussagen aus, präsentiert sich mit einem kleinen Rückzieher und verärgert die Anleger und Investoren. Die Frage im Raum bleibt präsent, ob den Worten der Notenbanker letztendlich auch Taten folgen werden.

Leichter Preisanstieg, doch keine Entwarnung
Im April war eine Steigerung der Inflationsrate von 0,5 auf 0,8 Prozent ersichtlich. Die Teuerung zog somit auf 1,3 Prozent an, doch ist dies keine Entwarnung auf den Märkten. Experten hatten mit einem steileren Anstieg gerechnet, der bisher aber ausblieb. Das Deflationsrisiko scheint vorerst nicht mehr prägnant, kann aber keinesfalls als gebannt angesehen werden. Man darf auf den Monat Juni gespannt sein, in dem die EZB überarbeitete Preisprojektionen präsentieren wird. Für das Jahr 2014 wird die EZB die Prognose um 1 Prozent abgesenkt und dies zum Anlass für eine geldpolitische Handlung zugrunde gelegt. Tritt dies ein, könnte das die Glaubwürdigkeit der EZB steigern. In den vergangenen Wochen äußerten sich einige Ratsmitglieder öffentlich mit ihrer Meinung und zur Thematik, dass die aktuelle Geldpolitik keine konjunkturelle Erholung bringen kann. Bis 2017 soll die Preisstabilität in Kraft treten, wobei Maßnahmen für eine stärkere Kreditvergabe ebenfalls auf der Agenda stehen.

Weiterhin gute Rahmenbedingungen für Baufinanzierer
Auch wenn von einer Erholung der Konjunktur nicht die Rede sein kann, blicken Anleger gespannt in Richtung der EZB und hoffen, dass den großen Worten im Ernstfall auch große und schnelle Taten folgen werden. Ungeachtet der Frage, was die EZB tatsächlich beschließt, werden auch in den kommenden Monaten die Zinsen am Kapitalmarkt nahe ihrer historischen Tiefstände verharren. Für Immobilienkäufer oder Bauherren mit Kapitalbedarf sind das weiterhin traumhafte Rahmenbedingungen. Ein klassisches Hypothekendarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung liegt im Durchschnitt aktuell rund 2,35 Prozent. Wer die Angebote sorgfältig vergleicht und ausreichend Eigenkapital mitbringt, kann für das Baugeld sogar auf weniger als zwei Prozent kommen.

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Donnerstag, 5. Juni 2014

KfW-Aktionsplan „Hochwasser 2013“ läuft aus

Die KfW-Bank teilt mit, dass die Hochwasser-Varianten in den Kreditprogrammen zum 30.06.2014 eingestellt werden. Im Rahmen des KfW-Aktionsplans Hochwasser 2013 werden derzeit vom Hochwasser betroffene Unternehmen, soziale Organisationen sowie private Selbstnutzer von Wohneigentum und Vermieter bei der Beseitigung von Hochwasserschäden mit besonders zinsgünstigen Krediten gefördert.

Anträge in den Hochwasser-Varianten der Programme
  • KfW-Unternehmerkredit (037, 047)
  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (067)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (068)
  • KfW-Wohneigentumsprogramm (124)
  • IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen (148)
  • Altersgerecht Umbauen (159)
können noch bis zum 30.06.2014 bei der KfW-Bank gestellt werden.

Auslaufen der Stundungsmöglichkeiten für bestehende KfW- und ERRP-Förderkredite zum 30.06.2014Für alle bestehenden KfW- und EERP-Förderkredite bietet die KfW-Bank aktuell zur Überwindung kurzfristiger Liquiditätsengpässe im Zusammenhang mit Hochwasserschäden die Möglichkeit zur Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen an. Anträge können ebenfalls noch bis zum 30.06.2014 bei der KfW-Bank gestellt werden.

Zu den Formularen der KfW-Bank kommen Sie hier.

Quelle: KfW-Bank


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Dienstag, 27. Mai 2014

Regelmäßige Kontrolle der Solaranlage ist wichtig

Besitzer von Photovoltaikanlagen sollten Ihre Anlage regelmäßig überprüfen, dazu rät der Bundesverband Solarwirtschaft in Berlin. Die Anlage muss einwandfrei funktionieren, damit möglichst viel aus den Sonnenstrahlen herausgeholt werden. Wenn die am Stromzähler angezeigte Leistung deutlich unter dem Erwartbaren liegt, sollte man einen Experten mit hinzuziehen. Hausbesitzer können vom Boden die Solarmodule fotografieren und die Bilder am Computer vergrößert betrachten. So kann geprüft werden, ob die Solarmodule oder andere Teile beschädigt oder verdreckt sind, bevor man einen Profi hinzuzieht.

Stimmt der Ertrag?
Als Anlagenbesitzer sollte man regelmäßig auf den Stromzähler schauen. Hier kann man ablesen, wie viel Energie durch die Photovoltaikanlage erzeugt wird. Auch am Wechselrichter kann die aktuelle Anlagenleistung abgelesen werden. Durch den Einsatz von Zusatzgeräten, ist es möglich, die Anlagenleistung auch über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Wenn es hier zu Abweichungen zu der ursprünglich zu erwarteten Leistungen kommt, sollte man der Sache umgehend auf den Grund gehen.

Sind die Module kaputt?Die verschiedenen Jahreszeiten hinterlassen auf den Solarmodulen ihre Spuren. Durch Schnee auf der Anlage oder durch Äste, Laub und Hagel können Schäden eintreten. Daher sollten die Besitzer die Anlage regelmäßig auf Schäden überprüfen. Selbst auf das Dach zu steigen, ist gefährlich und nicht jedermanns Sache. Mit dem fotografieren Solarmodule vom Boden aus, kann man dann am Computer auch sehen, ob Module vorstehen, sie verrutscht oder gebrochen sind.

Liegt Schmutz auf der Anlage?Das Regenwasser schwämmt in der Regel den meisten Schmutz von den Solarmodulen. Dagegen können aber Vogelkot und Blütenpollen hartnäckig auf den Solarmodulen haften. Die Reinigung durch einen Fachmann kann bei einem Einfamilienhaus je nach Aufwand und Größe zwischen 300 bis 600 Euro liegen. Die Kosten sind zwar von der Steuererklärung als Betriebskosten absetzbar, jedoch ist es sinnvoll, sich mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen.

Wird alles herausgeholt?Die volle Funktionstüchtigkeit der Photovoltaikanlage wird bei der Inbetriebnahme vom Installateur der Anlage gemessen. Es ist sinnvoll, die Funktionstüchtigkeitsprüfung alle vier bis fünf Jahre zu wiederholen. Dadurch können nicht sichtbare Mängel, wie zum Beispiel Kabelschäden gefunden werden.

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Montag, 12. Mai 2014

Frühjahresscheck fürs Eigenheim

Wenn der Winter vorüber ist, dann ist es meist auch Zeit für einen Frühjahrsscheck am eigenen Haus. Hierbei sollten Sie klären, welche Arbeiten nötig sind, damit Ihr Haus nicht an Wert verliert. Alle Arbeiten lassen sich sicher nicht sofort erledigen, aber die Bestandsaufnahme ist hierbei der richtige Anfang. Wichtig ist, wer sein Haus nach dem Winter optimal pflegt, erhält somit auch die Lebensdauer und den Wert.

Mängel ermitteln
Mängel, die der Winter hervorgerufen hat, sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben, denn aus kleinen Mängeln können schnell große Probleme werden. Wichtig ist, den Zustand des Daches zu klären oder ob die Fassade den Winter über Schaden genommen hat. Auch die Dachrinnen oder loser Putz an der Fassade dabei nicht vergessen. Oft lassen sich an der Fassade Schimmelpilz oder Algen aufgrund der Winternässe nieder.

Prioritäten setzen - Dach, Fassade und Co.
Bei eventuell vorhandenen Mängeln sollten Sie Prioritäten setzen. Hier gehört vor allen Dingen das Dach. Es können sich Ziegel verschoben haben oder gar gebrochen sein. Derartige Schäden am Dach sollten Sie schnellstens beheben, um ein eventuelles Eindringen von Wasser zu verhindern. Hierbei kann die Dämmung Schaden nehmen. Auch die Fallrohre sollten auf Frostschäden untersucht und Dachrinnen von Unrat befreit werden. Wenn das Regenwasser aufgrund einer Verstopfung nicht ablaufen kann, dringt dieses in den Putz ein und verursacht dort Schäden. Türen und Fenster gehören ebenfalls mit zum Haus und hier und da zeigt sich oft, dass auch hier der Winter nicht vor halt macht. An den Außentüren kann unter der Anschlagschiene Wasser eingesickert sein und somit unter den Estrich laufen.

Auf die Gewährleistungspflicht achten
Haben Sie Mängel gefunden und wohnen noch nicht lange in Ihrem neuen Haus kann es sein, dass die Gewährleistungspflicht noch nicht abgelaufen ist. In diesem Fall ist die Behebung der Mängel Sache der Firma, die Ihr Haus gebaut hat. Dafür sollte bei der Mängelfeststellung eventuell ein unabhängiger Sachverständiger vor Ort mit sein.

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Dienstag, 6. Mai 2014

Nach dem Urlaub Wasserleitungen spülen

Wasser ist das Elixier des Lebens und daher von großer Bedeutung. Speziell in Sachen Urlaub sollte diese Flüssigkeit nicht aus den Augen verloren werden, denn gleich ob im Urlaub oder bei der Rückkehr nach Hause können durchaus Probleme entstehen.

Das Umweltbundesamt informiert
Vielen Personen ist der Umgang mit Wasser nicht sehr bewusst. Doch gerade das Umweltbundesamt hat sich dieser Sache angenommen und eine Schätzung herausgegeben. Diese besagt, dass rund 30.000 Menschen pro Jahr an Legionellen erkranken, was wiederum durch verunreinigtes Wasser eingeleitet und in die Wege geleitet wird. An diesem Punkt kann jedoch mit etwas Vorsicht gegen das vorhandene Risiko etwas unternommen werden.

Im Urlaub und nach dem Urlaub auf das Wasser achten
Die Rückkehr nach dem eigenen Urlaub ist zumeist mit viel Freude und etwas Last im Alltag verbunden. Es gilt hierbei jedoch zu bedenken, dass das Wasser einige Zeit in den Leitungen gestanden ist, weshalb durchaus Verunreinigungen entstehen können. Genau aus diesem Grunde können Keime entstehen, weshalb Wasser aus der Leitung erst einmal ablaufen sollte, ehe es beispielsweise zum Trinken verwendet wird. Auch im Urlaub gilt es darauf zu achten. Hierbei gilt es meist wärmere Temperaturen zu beachten, weshalb Keime und andere Schädlinge sich schneller bilden können. Hierbei kann beispielsweise das Aufdrehen von Warmen Wasser in der Dusche helfen, um die dort möglicherweise vorhandenen Legionellen abzutöten. Diese sterben bei Temperaturen von mehr als 60 Grad ab. Bei einer
Ferienwohnung oder einem Ferienhaus sollten anfangs drinnen und draußen alle Wasserhähne,
Duschbrausen, Geräte- und Schlauchanschlüsse durchgespült werden.

 
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Mittwoch, 30. April 2014

Zinskommentar April 2014 - Illusionen und ihre Auswirkungen auf den Zinsmarkt

Offen gibt Mario Draghi die Einstimmigkeit zum Einsatz unkonventioneller Maßnahmen zu und spricht sie gezielt an, sollte die Inflation auch weiter niedrig bleiben. Doch eine schnelle Handlung ist, so äußerte sich Draghi, jederzeit möglich. Weiter benannte der Notenbanker die niedrigen Teuerungsraten in der Eurozone und die daraus resultierende Gefahr für Währung und Aufschwung. Draghi konnte gar nicht aufhören zu versichern, dass er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Deflation im Keim ersticken möchte. Anhand seiner Aussagen könnte man die sehr lockere Geldpolitik also als wirkungsvolles Mittel empfinden und davon ausgehen, dass sie sich auf dem Währungsmarkt positiv auswirkt. Doch realistisch betrachtet, handelt es sich um eine gut klingende und von Menschengedanken geschaffene Illusion.

Immobilienkäufer profitieren noch immer
Das Baugeld ist nach wie vor erstaunlich günstig, ein Hypothekendarlehen mit 10 jähriger Zinsbindung liegt durchschnittlich bei 2,44 Prozent und ist somit nur 0,13 Prozentpunkte vom Rekordtief entfernt.
Wer Immobilienkredite vergleicht und sich ein günstiges Angebot sucht, kann sein Eigenheim mit erstaunlich günstigen Mitteln finanzieren. Wenn die EZB in den kommenden Monaten zu einem Ankauf von Anleihen tendieren sollte, könnten langfristige Zinsen noch weiter gesenkt und Hypothekendarlehen noch günstiger vergeben werden. Bisher läuft die Notenpresse in Europa noch nicht und von einem Ankauf ist derzeit abgesehen, da die Kosten gescheut werden und man lieber weiter am bisher gewählten Prinzip festhält. Über kurz oder lang wird es zu einem Anleihenkauf kommen und so einem flächendeckenden Preisverfall Vorsorge geleistet. Verwunderlich ist diese Aussage allerdings, verschließt Mario Draghi die Augen vor sinkenden Preisen und weist offen darauf hin, dass er diese und seine Vorzeichen nicht sieht.

Veränderungen in absehbarer Zeit?Ob der derzeitige Plan der Währungshüter aufgeht und sich Investoren auf den Kapitalmärkten in die gewünschte Richtung lenken lassen, bleibt offen. In den kommenden Monaten wird man vielleicht eine Tendenz erkennen und herausfinden, ob die getätigten Aussagen der Notenbanker wirklich der Wahrheit entsprächen oder eine schöne und gewünschte Illusion schüren. Fakt ist, dass die stetig sinkenden Inflationsraten den Glauben an eine mittel- oder langfristige Preissteigerung ausschließen lassen.
Sollte sich in den kommenden Monaten keine Besserung einstellen, hat sich Draghi durch seine Aussagen zu einer Handlung gezwungen und kann die Glaubwürdigkeit der Währungshüter nur mit dem Ankauf von Anleihen erhalten. Der Finanzmarkt bleibt also weiter spannend und bietet dem Immobilienkäufer und Baufinanzierer optimale Möglichkeiten für langfristig günstige Kreditbindungen. Die Wirtschaft hingegen zieht aus dem aktuellen Lauf wenig positiven Nutzen und wird sich ohne eine schnelle Handlung im richtigen Spektrum kaum dauerhaft und sichtbar erholen.
Große Versprechungen können die Aufmerksamkeit zwar vom eigentlichen Problem ablenken, sind aber als Basis für eine sinkende Inflation oder gar die Vermeidung einer Deflation keine wirklich akzeptable und vor allem wirkungsvolle Grundlage.

Tendenz:kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
Zinsentwicklung über ein Jahr
Zinsentwicklung letzte 12 Monate
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