Damit das Euroland Boot nicht kentert
Laut neuester Aussagen möchte Draghi an den derzeit niedrigen Leitzinsen festhalten und sie unter 0,5% belassen. Große Sorge um die Kreditwürdigkeit der Wirtschaft in Krisenländern sieht er als Anlass, Kredite besonders günstig zu vergeben und dies durch den utopisch niedrigen Leitzins zu forcieren. Draghi strebt die monitäre Verbesserung der Kapitalmärkte an und findet, mit Leitzinsen in dieser niedrigen Anordnung genau das Richtige zu tun und eine Basis für wirtschaftlichen Aufschwung in Krisenländern zu schaffen. Wenn Sie Euroland mit einem Ruderboot vergleichen, werden Sie maximal 4 Ruderer im Gleichtakt erkennen und mehrere mit im Boot sitzende Ruderer, die entweder gar nicht oder im falschen Rhythmus rudern. Das Boot und somit der Euro drohen zu kippen, ziehen die Ruderer nicht an einem Strang und agieren statt miteinander, gegeneinander. Auf dem Boot herrscht Chaos und die Trainer, seines Zeichens Politiker stehen am Ufer und betrachten das Schauspiel aus weiter Ferne. Hier stellt sich die Frage, warum Zuschauer für eine Vorstellung zahlen obwohl erkennbar ist, dass die Trainer keine Struktur einbringen und das Boot zum Kentern freigegeben ist?
Strukturprobleme müssen gelöst werden
Die Politik ist gefragt. Statt Probleme zu wälzen und sich mit finanzieller Unterstützung freizusprechen ist es notwendig, endlich an strukturellen Veränderungen der Eurozone zu arbeiten und eine gemeinsame Richtung einzuschlagen. Auf lange Sicht wird sich der Euro als Gemeinschaftswährung unter aktueller Beobachtung nicht halten und ist zum Scheitern verurteilt. So wie das Boot derzeit fährt, ist auf eine Stärkung der schwächsten Ruderer nicht zu hoffen. Vielmehr werden die Schwachen schwächer und die Starken allein können das Boot nicht zum Sieg führen. Anstatt kleine Stärkungen zu verteilen und so einen kurzfristigen Aufschwung zu begünstigen, sollte auf eine neue Struktur gesetzt und so der Erfolg angestrebt werden.
Aktuelle Zinslage für Baufinanzierungsvorhaben nutzenFür potenzielle Bauherren ist die Zinslage derzeit immer noch so günstig, dass sich der Traum vom Eigenheim oder der Eigentumswohnung mit Vorteilen realisieren lässt. Mit den Aussagen auf der letzten EZB-Sitzung hat Herr Draghi sichergestellt, dass die Zinsen für langfristige deutsche Staatsanleihen und damit auch die Hypothekenzinsen in Deutschland für die nächsten Wochen stabil bleiben sollten. Auch wenn die Zinsen zuletzt etwas angezogen haben, sind die Baugeldzinsen im historischen Vergleich immer noch extrem tief. Das sollte man nutzen und auf lange Laufzeiten zurückgreifen. Zu empfehlen ist es auch, die Tilgung höher zu wählen, damit nicht in zehn oder fünfzehn Jahren immer noch ein großes Restdarlehen aussteht.
Tendenz:
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts
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